Geschichte St. Johannes der Täufer

Über die Anfänge des Christentums auf Meckenheimer Boden besitzen wir keine Nachrichten. Erstes Zeichen von Gottesverehrung ist ein römischer Weihestein, den Marcus Pompeius Paternus zu Ehren der Matronen ( keltisch – germanische Mutter – und Fruchtbarkeitsgöttinnen ) aufstellen ließ. Beim Abbruch des Vorgängerbaus der heutigen Kirche wurde er in der Langhauswand entdeckt und steht heute, in Kopie, neben dem Haupteingang von St. Johannes. Das Original des Weihesteines befindet sich im Rheinischen Landesmuseum Bonn. 

1954
1954
Die Entstehung unserer Pfarrei ist wohl spätestens im 9. Jh. anzusetzen, als der Priester Herigar 853 seinen Herrenhof zu Meckenheim dem Bonner Cassiusstift vermachte. Zu dieser Gutsanlage gehörte mit Sicherheit eine Privatkapelle, die wohl unter dem Patrozinium Johannes d. T. stand. . Der Herrenhof des Herigar lag direkt neben der heutigen Kirche und ist unter dem Namen Fronhof sicher noch vielen bekannt; die Fundamente der Kapelle werden unter dem heutigen Bau vermutet. Ursprünglich wohl als Saalkirche konzipiert, wurde der Bau in romanischer Zeit um einen wuchtigen viereckigen Turm erweitert. Dieser ist der älteste Teil unserer Pfarrkirche und ist im 12. / 13. Jh. anzusetzen.

 

Ausdrücklich genannt wird die Kirche zu Meckenheim in einer Bestätigung der Besitztümer des Bonner Cassiusstifts durch Papst Innozenz I. aus dem Jahre 1131.In gotischer Zeit wurde die Kirche erneut erweitert. Man muss sich diesen Bau als zweischiffige Kirche vorstellen – Hauptschiff und südlich gelegenes Seitenschiff. Abgeteilt waren die beiden Schiffe durch breite Spitzbögen. Auf einem der Schlusssteine der spätgotischen Gewölbe war das Wappen der Herren von Meckenheim zu sehen. Im 14. und 15. Jh. herrschten unruhige Zeiten in Meckenheim. Dauernde Übergriffe der Herren von Tomburg, die auch durch wiederholte Exkommunizierung der „Raubritter“ durch den Pfarrer nicht unterbunden werden konnten, fanden erst ein Ende, als der Herzog von Jülich 1473 die Burg sprengte und das Rittergeschlecht vertrieb.

 

Die Stürme der Reformation griffen erst auf Meckenheim über, als durch Kurfürst Gebhard Truchsess von Waldburgs (1577 – 1583) Übertritt zum neuen Glauben der Truchsessche Krieg entfacht wurde.

 

Dunkle Zeiten brachen während des 30jährigen Krieges über die Stadt und die Kirche herein. Am 23. Juli 1645 fiel eine hessische Kompanie in den Ort und die Kirche ein, raubte sie aus und entweihte sie.

 

Auch dem aufkommenden Hexenwahn in der 1. Hälfte des 17. Jhs. fielen zahlreiche Bürger Meckenheims zum Opfer. Pastor Hubert Fabricius ( 1608 – 1652 ) trat vehement gegen den Wahnsinn der Hexenverbrennung ein.
Neben dem Hl. Johannes d. T. wird der Hl. Sebastian besonders verehrt. Seiner Fürbitte wird die Rettung des Ortes zugeschrieben als am Sebastianustag des Jahres 1740 eine Feuersbrunst das Dorf zu vernichten droht.
 
1943
1943

Als gegen Ende des 2. Weltkrieges die Alliierten Meckenheim bombardierten, wurde nicht nur nahezu der gesamte Ort zerstört; es dauerte fast 10 Jahre bis die Schäden an der Kirche wieder behoben waren.
In den 70er Jahren stieg die Einwohnerzahl Meckenheims erneut an und machte eine Vergrößerung des Kirchenraums notwendig. Der alte neugotische Chor und die Seitenchöre wurden abgerissen. An ihre Stelle trat   ein geräumiges Querschiff mit halbrunder Chorapsis, das stilistische Merkmale des neugotischen Baus in abstrahierter Weise aufgriff.

Nach einer anschließenden Renovierung des neugotischen Baus zeigt sich der Kirchenbau in seiner heutigen Form.

 
Quellen: Karl von Lassaulx Zur Geschichte der Pfarrei ( Kaplan Lassaulx war von 1961 – 1966 Kaplan in Meckenheim)
Kleiner historischer Führer durch St. Johannes der Täufer in Meckenheim
Wilhelm Piepers, Klaus Flink Studien und Quellen zur Geschichte der Stadt Meckenheim
Ulrich von Hehl Manfred Schäfer Meckenheim wie es war Hrsg. Stadt Meckenheim Meinerzhagen November 1985

 

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