Gesundheitsvorsorge mit einer Ärztin am Altar

Partnergemeinde fördert „Grüne Damen“ in Ghana

Soeben ging die zweite „Health Week“ (Gesundheitswoche) in der Pfarrei St. Paul in Kumasi/ Ghana zu Ende. Auch für die Menschen der zweitgrößten Stadt des Landes waren und sind elementare Gesundheitsfragen zu beantworten und fanden ihren Niederschlag im Programm: Gesunde Ernährung und Diät, Fiebermessen, Schwangerschaftsrisiken, Erste Hilfe und  häusliche Unfälle,  Krebs u. a. Ehrenamtlich engagierte Ärztinnen und Ärzte sind von der Gemeinde eingeladen, abendlich in der Kirche Vorträge zu halten und nehmen den Platz des sonntäglichen Predigers ein. Die Bänke sind voll besetzt und zunehmend fühlen sich in diesem großstädtischen Milieu –allemal mit vielfach armen Menschen- auch Männer von „Frauenthemen“ angesprochen. Die Woche endet nach dem Sonntagsgottesdienst im Schatten der Bäume des Pfarrgartens mit einem „Public Screening“ (einer öffentlichen Gesundheitsvorsorge) mit Blutdruckmessen, Augenuntersuchung oder der Entnahme von Blutproben. Praktische Übungen sind elementarer Bestandteil des Programms und der erstaunlich offene Dialog mit dem oder der Vortragenden am Altar ist beeindruckend.

Träger dieser segensreichen Dienstleistung ist der „Green Ladies Club“, eine Gruppe von 23 „grünen Damen“. Sie wurde 2011 von einer Delegation der Pfarrei St. Johannes der Täufer/ Meckenheim anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Gemeinde-Partnerschaft mit St. Paul mit einer Schenkung von 20 ausgemusterten Kitteln initiiert. Erstmalig und einmalig in Afrika. Mit Stolz werden sie von den  Frauen des Klubs getragen, denn die „Uniform“ zeigt die Zugehörigkeit zu einer heute wichtigen Gruppe und bringt persönliche Anerkennung. Inzwischen haben sie Stoffe und Muster des aktuellen Designs aus Deutschland erhalten und ein eigenes T-Shirt  mit dem Motto „We serve“ (Wir dienen) kreiert. Vom Engagement und Erfolg der „Grünen Damen“ beeindruckt, haben Spender aus der Gemeinde St. Paul kürzlich ein kleines Büro mit einem Lagerraum  für die Gruppe eingerichtet, wo auch Blutspenden möglich sind.

So liegt der Arbeitsschwerpunkt nicht wie bei den deutschen „Grünen Damen und Herren“ in der Betreuung von Krankenhauspatienten und Personen in Einrichtungen der Altenhilfe, sondern  unter ärztlicher Anleitung und mit regelmäßiger Weiterbildung der Mitglieder im Bereich der Präventivmedizin. Daran mangelt es in Stadt und Land in Ghana in hohem Maße. Die Ghana-Partnerschaft Meckenheim fördert nach Kräften diese entwicklungsrelevante Initiative, ist aber auf Spenden für die „Green Ladies“ angewiesen, um med. Kleingeräte, Material, Transporte und (bescheidene) Verwaltungskosten finanzieren zu können. Auch eine mehrfach erbetene Ausweitung über Stadtteil Amakom hinaus, wo die Gruppe zu Hause ist,  erscheint nur mit einer finanziellen Starthilfe aus Deutschland möglich. Eine vorbildliche Selbsthilfe vor Ort steht außer Zweifel.

Kontakt: Ghana-Partnerschaft Meckenheim, Dr. Ernst Schmied. Tel. 02225 7046842, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Spendenkonto: „Ghana-Partnerschaft“ der Kirchengemeinde. St. Johannes d. T., Raiffeisenbank Rheinbach, BIC:GENODED 1RBC, IBAN: DE46 3706 9627 1002 5980 23

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