Die Pietà

Ein Kirchenschatz: Die Pietà

Die wohl älteste Skulptur in unserer Kirche dürfte das spätmittelalterliche Vesperbild links neben dem Seiteneingang sein, das aus der alten Kirche stammt und beim Kirchenbrand 1869 gerettet werden konnte. Nicht nur wegen dieser Geschichte, sondern auch wegen der eindringlichen Darstellung Mariens mit ihrem toten Sohn verdient die Skulptur besondere Beachtung und Verehrung.

Ein Vesperbild (von lateinisch vesper, Abend) ist ein Andachtsbild, das früher bei abendlichen Privatandachten an den Kreuzestod Christi in der Stunde seiner Abnahme vom Kreuz erinnerte. Die Darstellung wird auch als Marienklage oder als Pietà bezeichnet. Sie kann plastisch oder gemalt ausgeführt sein, z. B. in Kreuzgängen oder als Altarbild bei Laienaltären, in Friedhofskapellen usw. Viele Vesperbilder gelten als Gnadenbilder und werden bei Prozessionen mitgeführt.

Beim Vesperbild handelt es sich oft um das Zentralmotiv, d. h. um einen Ausschnitt des in der Bildenden Kunst als Beweinung Christi bekannten Motivs, bei dem Christus und Maria nach der Kreuzabnahme umgeben von Trauernden wiedergegeben sind. Das Motiv entstammt nicht der biblischen Darstellung, sondern der religiösen Dichtung des 12./13. Jh. Frühe Vesperbilder sind manchmal als so genannte "freudvolle Pietà" konzipiert, wobei die Freude über die vollbrachte Erlösung in einem schmerzlichen Lächeln seinen Ausdruck findet (Bamberg, St. Martin). Im 14. Jahrhundert wird Jesus meist aufrecht am Schoß Marias sitzend und von ihr gestützt wiedergegeben, im 15. Jh. oft fast waagrecht liegend. Ab dem 15. Jh. hält die Muttergottes manchmal nur das Haupt Christi, dessen Körper zu ihren Füßen lagert. Das wahrscheinlich bekannteste Werk ist die Pietà des Michelangelo im Petersdom zu Rom. Nehmen Engel die Stelle Marias ein, spricht man von einer Engelpietà.

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