Der Pfarrpatron

Unser Pfarrpatron: St. Jakobus der Ältere
Der Apostel Jakobus ist unser Pfarrpatron. Die Überlieferung Europas kennt ihn mit Wanderstab, weitem Mantel, Reisetasche und Pilgermuschel. So ist er in und um unsere Kirche gleich viermal dargestellt: in einem Fenster im Chor der Kirche, im Fenster der Werktagskapelle, als große Skulptur in der Nähe des Beichtstuhls und als kleine Skulptur im Eingangsbereich des Pfarrheims.
Jakobus der Ältere (hebräisch „Gott möge schützen“), so genannt zur Unterscheidung vom Apostel Jakobus dem Jüngeren, war ein Sohn des Fischers Zebedäus und von Salome, sein Bruder war der Apostel Johannes. Zusammen mit Petrus und Johannes gehörte Jakobus zu den Lieblingsjüngern Jesu und begleitete ihn auch in den Ölgarten. Oft heißt es in der Bibel: "Jesus nahm den Petrus, Jakobus und Johannes mit sich." Dies ist sicher ein Zeichen der Zuneigung Jesu zu diesen Aposteln. Wegen ihres stürmischen Temperamentes hatte Jesus den beiden Brüdern Jakobus und Johannes den vielsagenden Beinamen "Donnersöhne" gegeben (Markusevangelium 3,17).
Von Jakobus ist kein Schriftwort überliefert. Er hat aber mit Freude und großem Glauben Christi Botschaft verkündet. Die einen Überlieferungen berichten, er habe in Jerusalem und Samaria gewirkt, andere erzählen, dass Jakobus nach Spanien gezogen sei und dort gepredigt habe. Als erster der Apostel folgte er Jesus in den Tod. In den Ostertagen des Jahres 43 ließ Herodes Agrippa ihn wegen seines christlichen Glaubens festnehmen und ohne Verhör enthaupten.
 
Das Grab des Jakobus wird in Nordspanien – in Santiago de Compostela – verehrt (Sant Jago (span.) = Heiliger Jakobus). Sein Fest feiert die Kirche am 25. Juli.
 
In der Kunst wird Jakobus der Ältere dargestellt als Apostel mit Buch oder als Pilger mit Stab, Beutel und Pilgermuschel, oder als „Matamoros“ (Maurentöter) in Kriegsrüstung zu Pferd mit Schwert, unter sich besiegte Mauren. Der Heilige ist Patron Spaniens; der Krieger, Pilger, Arbeiter, Lastenträger, Hutmacher, Wachszieher, Kettenschmiede, Apotheker und Drogisten. Er wird angerufen für das Gedeihen der Äpfel und Feldfrüchte, für gutes Wetter und gegen Rheumatismus.
 
Dass und wie die Gebeine des Heiligen nach Nordspanien gelangt seien, ist legendarisch. Das Grab soll vergessen worden sein, bis sich Jakobus dem Eremiten Pelayo auf dem so genannten "Sternenfeld", spanisch "Compostela", offenbarte. 813 wurde dort mit dem Bau eines Wallfahrtzentrums begonnen, am 25. Juli 816 – daher der Gedenktag – Jakobus' Reliquien in der neuen Kirche beigesetzt. Vom 11. Jahrhundert an wurde Santiago zu einem der größten Wallfahrtszentren des Abendlandes, durch ganz Europa führten feste Wallfahrtswege dorthin. 1128 wurde die heutige Kathedrale eingeweiht, die im 18. Jahrhundert einen barocken Mantel erhielt. Bis ins 15. Jahrhundert zog der Ort mehr Pilger an als Rom oder Jerusalem. In Skandinavien nannte man Spanien zu jener Zeit "Jakobsland". Die Pilger auf dem "Camino", dem Jakobsweg, erhielten am Ziel eine Muschel, mit der sie dann ihren Pilgerhut (oder die Reisetasche) zierten. Die Muschel ist somit im hohen Mittelalter das Erkennungszeichen eines Santiago-Pilgers.
 
Historische Wege durch Deutschland, Frankreich und Spanien sind gut bezeugt und werden auch bei uns heute wieder erkennbar gemacht. Seit den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts hat die Wallfahrt nach Santiago einen gewaltigen Aufschwung erlebt.
 
Die Idee, das menschliche Leben als eine Pilgerreise anzusehen, durchzieht die gesamte Literatur. Man findet sie bei Augustinus wie bei Dante oder Luther. Der mit dem Wanderstab in der Hand schreitende Apostel mag uns Sinnbild sein für die Wanderschaft, auf der wir unser ganzes Leben unterwegs sind.
 

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