Großer Dank für die Sternsinger-Brunnen

Indischer Bischof Ephrem Nariculam zu Besuch in Meckenheim

Große Ehre am Sonntag, 12. Juni,  für die Sternsinger von Sankt Johannes der Täufer in Meckenheim: Bischof Ephrem Nariculam aus der Diözese Chanda im fernen Zentral-Indien feierte mit den Mädchen und Jungen die  Heilige Messe, um sich darin für die äußerst ertragreichen Sammlungen der letzten Jahre und vor allem auch für das Ergebnis der Sternsinger-Aktion vom letzten Januar zu bedanken. Und da er sieben Jahre im frostigen Kanada gelebt und gelehrt hat, kann er gut ermessen, was es für Kinder und deren Begleiter bedeutet, alljährlich drei Tage im winterkalten Januar unterwegs zu sein. „Ihr seid das Salz, das in der Erde wirkt, ihr seid als Missionare Engel für ärmere Kinder in Indien“, betonte er sichtlich gerührt. Mit am Altar stand auch der Sekretär des Bischofs, Pater Jimmy Kuruvilla, der für Caritas-Aufgaben in Chanda verantwortlich ist.

In Bischof Ephrems Diözese, die die Größe von einem Drittel von Deutschland hat, ist der frühere Meckenheimer Kaplan Pater James mit vielseitigen Projekten tätig. Manch ein Meckenheimer erinnert sich noch an diesen Pater, der vor 26 Jahren an Sankt Johannes wirkte. Unsere Sternsinger bringen nicht nur Jahr für Jahr den Segen in die Meckenheimer Häuser, sondern sie „bringen“ auch Wasser in die Becher indischer Kinder. Nachdem 100 Einfach-Häuser in einem Slum entstanden sind, hat Pater James nämlich auch Brunnenbohrungen in Auftrag gegeben. Die ersten Sternsinger-Brunnen sprudeln schon.  Sie sind lebenswichtig, denn Indien und besonders auch die Region der Diözese Chanda leiden unter brütender Hitze und großer Dürre. Das Thermometer klettert manchmal auf bis zu 49 Grad. Die Monsunregen der letzten Jahre waren nicht sehr ergiebig;  die meisten Stauseen sind völlig ausgetrocknet. Wassernotstand könnte wieder einmal Landflucht und noch mehr Elend auslösen.

Pfarrer von Lewin, Hauptzelebrant der Messe, gab den Sternsingern noch viele kindgerecht aufbereitete Informationen über Indien mit auf den Weg, während Bischof Ephrem berichtete, wie man auf einer Modellfarm für Milchwirtschaft Bauern moderne Methoden vermittelt. Und er zieht eine positive Bilanz über das Wirken der Kirche in seiner Diözese: Dort hätten über 2.000 Waisen eine Heimat in Einrichtungen der Kirche gefunden. Und vier Krankenhäusern versuchten, der Bevölkerung zu helfen. Hinzukommen besonders bei Pater James noch die schulische Förderung von 80 bis 100 Mädchen, die in Indien oft unterprivilegiert sind. Nicht aufzuzählen sind die individuellen großen und kleinen Hilfen in Notsituationen. All das wäre ohne die Sternsinger, die im Januar treppauf, treppab gehen und durch die Straßen ziehen, nicht möglich. Der Bischof hat nur lobende Worte für die Sternsinger: Sie seien als großartige kleine Missionare Schutzengel für die indischen Kinder.  

Bereits die Vorabendmesse am Samstag hatte der Bischof in Meckenheim mitgefeiert - gemeinsam mit Pfarrer Reinhold Malcherek. In seiner aus dem Englischen übersetzten Predigt schilderte der Gast aus Indien, dass er in seinem Bistum mit rund 100 Priestern auskommen müsse. Darüber hinaus gebe es aber zahlreiche Ordensschwestern. Die kirchlichen Finanzmittel kämen wesentlich aus Spenden zusammen. 

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