"Bin froh, dass wieder Friede eingekehrt ist"

Kardinal Woelki beim Pfarrfest zum 125-Jahr-Jubiläum der Sankt-Johannes-Kirche

Eine selten volle Kirche, sonniges Wetter und ein mitunter zu Scherzen aufgelegter Kardinal: In guter Stimmung feierte die Gemeinde Sankt Johannes der Täufer am 23. August das 125-Jahr-Jubiläum ihrer Pfarrkirche. Zum Festgottesdienst kam eigens der Kölner Erzbischof, Rainer Maria Woelki. Der Kardinal lobte die damalige Aufbauleistung der Pfarrei, die am 24. Juli 1890 ihre neue Kirche einweihen konnte. Und mit Blick auf die Konflikte in der jüngeren Vergangenheit in der Pfarreiengemeinschaft zeigte Woelki sich „froh und dankbar, dass wieder Friede eingekehrt ist“.

 

Der Kardinal beschrieb in der Predigt die Umstände, die zum Neubau von Hauptschiff und den Seitenschiffen führte. Im romanischen Vorgängerbau habe es aufgrund des Bevölkerungszuwachses im 19. Jahrhundert zunehmend Platzmangel gegeben. Die Kirche sei aus allen Nähten geplatzt, „so wie das heute und an jedem Sonntag der Fall ist“, bemerkte der Kardinal ironisch an und erntete dafür Lacher. In der heutigen Zeit, in der Kirchen verkleinert oder ganz aufgegeben werden müssten, würde man sich über die Klage des damaligen Pfarrers über das Gedränge unter dem Turm freuen. Aber auch heute gelte es, die Kirche zu gestalten und der Botschaft Jesu ein Gesicht zu geben.

Am Ende des von zahlreichen Chören der Pfarreiengemeinschaft mitgestalteten Gottesdienstes dankte Woelki den Seelsorgern, Gremien und Ehrenamtlichen für ihr Engagement. Mit Blick auf die Konflikte in den vergangenen Jahren bekundete er Dankbarkeit, dass die Gemeinde „dies mit uns durchgestanden habe“. Im Erzbistum sei man teils im Umgang mit der Situation auch überfordert gewesen, räumte der Erzbischof ein.

Beim Pfarrfest, das zum großen Teil auf dem neu gestalteten Platz vor der Kirche stattfand, waren wieder zahlreiche Gruppen aus der Gemeinde aktiv. Auf dem vom Pfarrausschuss mit Oliver Preisner, Ute Blitsch, Georg Kluth und Maria Windhorst organisierten Programm standen Führungen in der Kirche, eine Ausstellung zum Kirchenjubiläum und eine Tombola. Verschiedene Chöre gaben Stücke aus ihrem Repertoire zum Besten. Caritas-Mitarbeiter berichteten als „lebende Bibliothek“ über ihre Arbeit etwa für Flüchtlinge oder in der Nachbarschaftshilfe. Die Frauengemeinschaft sorgte für ein Kuchenbuffet, der Jugendarbeitskreis JACK für Grillwürstchen und Pommes und der Partnerschaftsausschuss für landestypische Gerichte aus Ghana.

Die Pfadfinder präsentierten sich mit einem Infostand und Stockbrotbacken. Donatus Weinert verzauberte die Besucher mit seinen magischen Kunststückchen. Die Kindertagesstätte Johannesnest lud dazu ein, Riesenseifenblasen in die Luft gehen zu lassen. Und mit der Kindertagesstätte „Zur Glocke“ konnte man sich schminken und Tattoos malen. Der Erlös des Pfarrfestes ist bestimmt für die Partnergemeinde St. Paul in Kumasi (Ghana), das Sozialpsychiatrische Zentrum in Meckenheim und die liturgische Ausstattung der Pfarrkirche.

Andreas Otto

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